Diäten in der Übersicht
Wer heute eine Diät machen möchte sieht sich mit einer Vielzahl unterschiedlicher Konzepte konfrontiert. Nicht immer ist jede Diät für einen selbst geeignet oder auch gesund. Bei der richtigen Wahl empfehlen wir einen ausgewiesenen Experten zu befragen. Einen solchen finden Sie beispielsweise in diesem Portal.
Laktatmessung.info präsentiert Ihnen eine kurze Übersicht der populärsten Diäten.
Nulldiät
Wohl jedem bekannt ist diese radikale Art abzunehmen. Über einen längeren Zeitraum wird hierbei keine feste Nahrung zu sich genommen und die Einfuhr auf kalorienarme Flüssigkeiten wie Wasser und Tee beschränkt ? davon aber bis vier Liter pro Tag.
Das totale Fasten stellt für den Körper eine ausgeprägte Stresssituation dar. Daher wird schon nach kurzer Zeit als ?Notprogramm? der gesamte Stoffwechsel reduziert. Vor allem Gewebe, dass zum Erhalt viel Energie benötigt wird abgebaut: das bedeutet meist mehr Muskulatur als Fett!
Auf diese Weise ist eine Gewichtsabnahme von 350 bis 450 Gramm pro Tag ist möglich. Eine Unterversorgung mit Mineral- und Nährstoffen steigert aber auch das Risiko für Herz-Kreislaufbeschwerden und Gichtanfälle. Weitere Nebenwirkungen auf Grund des reduzierten Kalorienverbrauchs, sind Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen.
Sobald dem Körper nach der Diät wieder feste Nahrung zugeführt wird, ist ein starker Jojo-Effekt unvermeidbar. Eine Nulldiät wird daher von den meisten Ärzten und Ernährungswissenschaftlern aus gesundheitlichen Gründen als bedenklich eingestuft und sollte somit nur unter ärztlicher Beobachtung durchgeführt werden.
Die Atkins-Diät
Schlemmen ohne Sünde? Eiweiß und Fette im Überfluss sind erlaubt ? aber Kohlenhydrate (Reis, Kratoffeln, etc.) sollen gemieden werden.
Der Gründer dieser Diät, Robert Atkins, wollte auf diese Weise den Blutzuckerspiegel möglichst niedrig halten. Eine Unterversorgung mit lebenswichtigen Mineralstoffen und Vitaminen wird durch die Zusatzpräparate vermieden.
Somit führt die Atkins-Diät gezielt zu einem Kohlenhydratmangel. Bewusst wird dabei auch die Limitation des Körpers in Kauf genommen, Eiweiß optimal zu verwerten. Auch das Fett kann nur bis zu einem gewissen Grad verstoffwechselt werden, wobei Abbauprodukte der Fettte die Nieren belasten und das Risiko erhöhen, an Gicht zu erkranken. Insbesondere treiben die fettigen Lebensmittel auch den Cholesterinspiegel in die Höhe und können auf Dauer zu Herz-Kreislauf-Beschwerden führen.
Die meisten Ernährungswissenschaftlern stufen die Atkins-Diät als bedenklich ein. Eine gesündere Variante der Atkins-Diät ist die ?South-Beach-Diät?, bei der die Extreme und die Verbote vermieden vermieden werden, mit dem Ziel, die richtigen Kohlenhydrate und Fette zu sich zu nehmen.
Die Kohlsuppendiät
Sagenhafte fünf bis acht Kilogramm pro Woche sollen mit Hilfe der Kohlsuppen-Diät abgebaut werden können. Die versprochene extrem kalorienarme Ernährung ist allerdings denkbar eintönig: Jeden Tag gibt es Kohlsuppe, teilweise ergänzt durch Obst und Gemüse. Zusätzlich soll wie bei fast jeder Diät viel getrunken werden. Auf den Einsatz von Nahrungsergänzungsmittel wird verzichtet.
Diese äußerst einseitige Diät kann nicht uneingeschränkt empfohlen werden. Kohlsuppe ist zwar kalorienarm, enthält aber zu wenig lebensnotwendige Nährstoffe. Weiterhin ist es vor allem ein Abbau der Wasser- und Muskelreserven der für den größten Teil der Gewichtsreduktion verantwortlich ist ? das eigentliche Fettgewebe wird kaum abgebaut.
Die Glyx-Diät
Der glykämischen Index, kurz GI, ist die Grundlage dieser Diät. Dieser gibt an, wie schnell Kohlenhydrate vom Körper verwertet werden.
Kohlenhydrathaltige Lebensmittel mit einem hohen GI, zum Beispiel Traubenzucker, werden schnell vom Blut aufgenommen. Der Körper reagiert mit einer Insulinausschüttung, die zum Abbau des Zuckers führt und als Folge dessen zu einem noch stärkeren Hungergefühl (Stichwort: Insulinfalle?). Zusätzlich unterbindet Insulin den Fettabbau. Zusätzlich steht ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel in Zusammenhang mit der Entstehung von Krankheiten wie Diabetes und Arteriosklerose.
Bei Lebensmitteln mit einem niedrigen glykämischen Index wie Vollkorn- und Milchprodukte steigt der Blutzucker langsam an, bei hohe Insulinwerte bleiben aus. Die Glyx-Diät schreibt deshalb vorwiegend Lebensmittel mit einem niedrigen GI vor.
Einige Ernährungswissenschaftlern kritisieren, dass der Fettgehalt der Nahrung zu wenig berücksichtigt wird. Als Beispiel: Obwohl ein Brot mit Butter und Käse sehr viel kalorienreicher ist als eine trockene Scheibe Brot, hat letztere einen niedrigeren GI.
Trennkost
Der New Yorker Arzt Dr. William Howard Hay vertrat die Hypothese, dass Eiweiße und Kohlenhydrate vom Körper nicht parallel verdaut werden können. Daher darf alles gegessen werden ? allerdings niemals Kohlenhydrate und Eiweiß gemeinsam!
Das Prinzip wirkt auf den ersten Blick bestechend einfach in der Umsetzung, ist jedoch hinsichtlich seiner Wirkung sehr umstritten. Die Empfehlungen der Deutsche Gesellschaft für Ernährung raten prinzipiell von einer solchen Diät ab. Der Grund ist, dass die zugrunde liegende Theorie der getrennten Verdauung von Kohlenhydraten und Eiweißen "wissenschaftlich nicht haltbar" sei. Die Trennkost ist als langfristige Ernährungsumstellung gedacht. Eine strikte Einhaltung kann jedoch zu Nährstoff- und Vitamin-Mangel führen.
Jojo-Effekt ? wie vermeiden?
Neben einer professionellen Betreuung sind die Sport und ausreichende Zufuhr mit Aminosäuren die wohl entscheidenden Faktoren die einen Jojo Effekt verhindern oder zumindest abmildern. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in folgendem Artikel:
Woher kommt der Jojo Effekt
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Autor: Dr. med. Markus Klingenberg
Arzt, Diplom Fitness-Trainer, Personal Trainer