Login Passwort  

Leistungssteigerung mit essentiellen Aminosäuren

- Qualität statt Quantität -

Schon die Olympioniken der Antike benutzten verschiedene Mittel zur Leistungssteigerung. Um beispielsweise ihre Kraft vor Wettkämpfen zu steigern, nahmen viele Athleten nur bestimmte Nahrungsmittel zu sich und aßen - obwohl die Wirksamkeit dieses "Dopingmittels" umstritten ist - Stierhoden. In der heutigen Zeit bedient ein beinahe unüberschaubarer Markt für Nahrungsergänzungsmittel das Bedürfnis der Menschen mit Hilfe der Ernährung besondere Ziele zu erreichen. Die häufigsten Ziele sind sicherlich das Erreichen eines bestimmten Wunschgewichtes, ein Muskelaufbau und ein "Anti Aging".

Das Nahrungsangebot in Deutschland ist allerdings so reichhaltig, dass oftmals eher der Zustand einer Überversorgung mit Nährstoffen vorliegt und somit quantitativ kein Handlungsbedarf hinsichtlich einer Substitution besteht. Ein wenig anders verhält es sich aber bei bestimmten Bevölkerungsgruppen oder im Falle einer besonderen Ernährungsweise. Da wären zum Beispiel ältere Personen, Kranke, Schwangere, Leistungssportler, Vegetarier und Menschen die eine Diät machen.

Auf den letzten Punkt möchte ich in diesem Artikel etwas intensiver eingehen. Wirksam wird eine Diät immer nur dann sein, wenn der Verbrauch an Kalorien deren Aufnahme mit der Nahrung übersteigt und somit eine negative Energiebilanz vorliegt. Doch selbst wenn dies erfolgreich gelingt, kommt es nicht selten zu einer nachfolgenden Gewichtssteigerung - oft über das vorherige Ausgangsgewicht hinaus (Abbildung 1).



Abbildung 1: Jo-Jo Effekt

Erfolgt im Rahmen einer Diät zusätzlich ein Training und bietet man dem Körper gleichzeitig eine optimale Proteinzufuhr ohne zusätzliche Kalorien, so lässt sich ein Jo-Jo Effekt verhindern und gleichzeitig eine Körperstraffung erreichen. (Luca-Moretti, Grandi et al. 2003)
Für den Körper bedeutet eine Diät immer eine Krisensituation, in der er versucht, seine Energiereserven zu schonen. Da die Muskulatur verglichen mit dem Fettgewebe mehr Energie verbraucht, macht es aus Sicht des Körpers Sinn, diese zuerst zu reduzieren. Kombiniert man aber eine Diät mit einem geeigneten Krafttraining, so lässt sich dieser Effekt vermeiden.

Einen weiteren Baustein einer effektiven Diät bildet die optimale Versorgung mit Aminosäuren. Sie sind die Abbauprodukte der Proteine und teilen sich auf in essentielle und nicht essentielle Aminosäuren. Die letzteren müssen dem Körper von außen mit Nahrung zugeführt werden, da er sie nicht selber bilden kann.
Aminosäuren werden normalerweise im Körper zu einem Teil für den Baustoffwechsel - also zum Aufbauen oder regenerieren der Muskeln, Sehnen, Knochen usw. - zum anderen Teil im Energiestoffwechsel verwertet (Abbildung 2).



Abbildung 2: Protein-Stoffwechsel
Eine Proteinzufuhr, die fast vollständig dem Baustoffwechsel zur Verfügung steht, ohne den Körper mit zusätzlichen Kalorien zu belasten, entspricht genau den Bedürfnissen einer effektiven Diät.
(Luca-Moretti, Grandi et al. 2003)

Prof. Moretti ein anerkannter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Aminosäureforschung, hat ein vielfach patentiertes Nahrungsergänzungsmittel entwickelt, welches die optimale Kombination der vom Menschen benötigten essentiellen Aminosäuren auf pflanzlicher Basis bietet, die so in keinem einzelnen natürlichen Lebensmittel vorhanden ist. Der entscheidende Vorteil, den ebenfalls kein natürliches Lebensmittel bietet, ist die Verfügbarkeit dieser Aminosäuren für den Baustoffwechsel, die 99% beträgt. Zum Vergleich beträgt der maximal für den Baustoffwechsel zur Verfügung stehende Anteil bei Molke (als Basisprodukt vieler Fitness Drinks) etwa 16%, bei Fisch und Fleischprodukten etwa 32%.

Diese Angabe darf nicht mit der Bioverfügbarkeit von Proteinen verwechselt werden, die lediglich Aufschluss über deren Verdaubarkeit Aufschluss gibt. Bedenkt man also, dass somit der Großteil der über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommenen Proteine in den Energiestoffwechsel fließt - am Beispiel der Molke 84%. Die Aminosäuren, die in die Energieproduktion einfließen, erzeugen dabei ebenso wie Kohlenhydrate und Fette Kalorien und belasten den Körper zusätzlich mit Stickstoff, der letztlich in Form von Harnsäure über die Nieren ausgeschieden werden muss. Stehen also die essentiellen Aminosäuren dem Baustoffwechsel fast vollständig und zugleich in einem optimalen Verhältnis zur Verfügung, gelingt es im Rahmen einer sportlich unterstützten Diät besser, unter Erhalt der Muskulatur, die Fettreserven des Körpers zu mobilisieren und somit auch dauerhaft das Körpergewicht zu reduzieren.

Von den bisher erwähnten Vorteilen einer optimalen Substitution mit essentiellen Aminosäuren profitieren auch viele andere Personengruppen. So fördern die essentiellen Aminosäuren die Regeneration im Anschluss an ein intensives Training, sie helfen ein ernährungsbedingtes Defizit zu vermeiden (z.B. bei Vegetariern, Veganern) und sie können bei bestimmten Erkrankungen die Therapie unterstützen. Genannt seien zum Beispiel Diabetiker bei denen eine Proteinzufuhr ohne überschüssige Kalorien die Regulierung des Blutzuckerspiegels unterstützt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Diät in Kombination mit einem geeigneten Trainingsprogramm und einer zusätzlichen optimalen Versorgung mit essentiellen Aminosäuren, eine deutlich bessere Aussicht auf einen längerfristigen Erfolg bietet, als viele herkömmlichen Programme. Der gezielte und überlegte Einsatz von qualitativ hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln kann also in besonderen Situationen sinnvoll und effektiv sein.
_________________________

Autor: Dr. med. Markus Klingenberg
Arzt, Diplom Fitness-Trainer, Personal Trainer

Literatur:
Luca-Moretti, M., A. Grandi, et al. (2003). "Results of taking Master Amino acid Pattern as a sole and total substitute of dietary proteins in an athlete during a desert crossing." Adv Ther 20(4): 203-10.

Luca-Moretti, M., A. Grandi, et al. (2003). "Master Amino acid Pattern as substitute for dietary proteins during a weight-loss diet to achieve the body's nitrogen balance equilibrium with essentially no calories." Adv Ther 20(5): 282-91.

© Laktatmessung.info | Impressum | design by mediaXpress.tv